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"Die Tafern zu Inning"- gemeint ist der heutige "Gasthof zur Post" - wird bereits im Jahr 1567 erwähnt. Eine Pferdewechselstation ist an dieser Stelle ebenfalls schon sehr lange belegt, lag doch der Gasthof an der wichtigen Kreuzung der sog. "Unteren Salzstraße" an der früher wichtigen Reiseroute Richtung Alpen und Italien.
Die richtige Postgeschichte des Gasthofs begann allerdings erst mit dem Wirt Franz Heiß, der im Jahr 1761 offiziell zum "Posthalter der Thurn und Taxis " bestellt wurde. Er erreichte es sogar, im Jahr 1767 vom bayerischen Kurfürsten zum "Salzniederläger" ernannt zu werden. Nicht ungeschickt hatte er gewissermaßen als Vorleistung einen neuen Salzstall zwischen dem "Kaiserhaus" und der Kirche schräg gegenüber errichtet, damit dort das damals kostbare Salz eingelagert werden konnte. Der Wirt Balthasar Reinpold, dessen Familie das Postanwesen 72 Jahre lang innehatte, wurde 1808 nach der Erhebung Bayerns zum Königreich sogar "Königlicher Posthalter". Balthasar Reinpold war es auch, der eine weitere Einkommensquelle den bereits vorhandenen hinzufügte: Von 1826 bis 1927 gab es auf diesem Gelände eine eigene "Inninger Brauerei", von der heute nur noch zerfallene Gewölbe existieren. 1851 wird das gesamte und inzwischen schon große Postanwesen mit all seinen Wirtschaftszweigen an die Seefelder Grafen Toerring verkauft. 1862 schließt die Salzniederlage in Inning. 1927 erwirbt die Löwenbräu AG München den Gasthof und die Brauerei, die sie im selben Jahr aufgibt. Die letzte staatliche Poststelle zieht erst endgültig zum Jahr 1936 aus dem Haus aus. Im Jahr 2005 erwirbt die Gemeinde Inning den unter Denkmalschutz stehenden "Gasthof zur Post" und saniert ihn.So finden Sie heute -wie schon 1567- eine "Tafern" in der Ortsmitte von Inning, in der Sie gut essen und auch übernachten können. Vor gut 150 Jahren soll hier der bayerische König mit der Tänzerin Lola Montez logiert haben -natürlich incognito. Dass Sie bei uns Löwenbräu ausgeschenkt bekommen, hängt zum Teil ebenfalls mit dem Inninger Postwirt Balthasar Reinpold zusammen. Er stimmte nach langem Zögern der Heirat seiner Tochter mit Georg Brey zu und stattete sie mit einer ansehnlichen Mitgift aus. Brey konnte damit die "Brauerei in der Löwengrube"- das heutige Löwenbräu in München- erwerben. erstellt vom heimatkundlichen Arbeitskreis Inning 6.1.07 |
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